André Thiel

Zähneknirschen

Eine fehlerhafte Verzahnung verursacht meist keine Schmerzen. Deshalb kommt der Patient nicht in jedem Fall von allein zum Zahnarzt. Die Natur hält einen Reparaturmechanismus bereit, das Knirschen. Bei diesem Vorgang versucht der Körper Störstellen ( Vorkontakte ) zu beseitigen. Durch eine Erhöhung der Kaumuskelspannung ( Pressen ) soll der Vorkontakt „eingedrückt“ werden. Führt das nicht zum Erfolg, hilft sich der Körper mit Reibebewegungen ( Knirschen ) . Die dabei aufgewendeten Kräfte überschreiten häufig das normale Maß. Da diese Prozesse im Unterbewußtsein, also unwillkürlich, ablaufen, ist der Patient meist ahnungslos. Gelegentlich führen die Geräusche zur Belästigungen der Schlafgemeinschaft.
Weniger harmlos sind die Schäden für den Patienten. Je flächenhafter der Reibekontakt, umso umfassender der Zahnschaden. Überempfindliche Zahnhälse und besonders kältempfindliche Zähne können eine Begleiterscheinung des Bruxismus sein. Im Spätstadium kommt es zum Verlust der gesamten Hartsubstanz.
Die Ermittlung der Ursache dieses Phänomens ist erforderlich. Dabei ist die Mithilfe des Patienten für den Erfolg der Behandlung von entscheidender Bedeutung.
Die Verordnung eines Aufbißbehelfes für einen begrenzten Zeitraum kann für Entspannung sorgen.