André Thiel

Zahnsteinentfernung

Beläge auf der Zahnoberfläche haben die Eigenschaft nach einer Liegedauer von 2-3 Tagen zu verkalken. Besonders im Gebiet der Ausführungsgänge der großen Speicheldrüsen ist die Möglichkeit einer Verkalkung ( Mineralisation ) der Beläge am größten. Schichtweise lagern sich die Minerale an der Hartgewebsoberfläche ab.
Zahnstein verursacht Mundgeruch und Zahnfleischbluten. In den Poren des harten Belages befinden sich die unterschiedlichsten Bakterien. Je nach Wasserhärte entstehen besonders an den Innenflächen der unteren Frontzähne raue gelblich bräunliche Ablagerungen. Häufig erkennt man ein stark gerötetes Zahnfleisch, das stellenweise geschwollen ist und bei Berührung zu bluten anfängt. Bei einem auffälligen Rückgang des Zahnfleisches wird es höchste Zeit, den Zahnarzt aufzusuchen. Ohne die fachgerechte Entfernung der Zahnsteine, droht die Zahnlockerung oder gar der Zahnverlust.
Die Entfernung der mineralisierten Beläge ist mit Hilfe eines Ultraschallgerätes möglich. Bei dieser schmerzarmen Behandlung wird der Belag durch die Schwingung des Instrumentenansatzes zertrümmert. In einigen Fällen kommt es nach dieser Maßnahme zu empfindlichen Zahnflächen. Eine Politur und anschließende Beschichtung der Zahnhälse mit fluoridhaltigem Lack kann Abhilfe schaffen. In Kombination mit einer geeigneten Zahnpasta kann die Zahnsteinneubildung wirkungsvoll verhindert werden.