André Thiel

Narkosesanierung

Die übersteigerte Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung ( Dentistophobie ) führt gelegentlich zu katastrophalen Mundgesundheitsschäden. Häufig berichten diese Patienten über extreme Schmerzerlebnisse in früher Jugend . Eine Kontrolle der Körperfunktionen während dieses Angstzustandes , ist solchen Patienten unmöglich.
Nach gründlicher allgemeinmedizinischer Voruntersuchung und Befragung wird die Narkosefähigkeit festgestellt. Der Zahnarzt erhebt seinen Befund und erarbeitet den Behandlungsablaufplan. Nach der Risikoaufklärung erhält der Patient eine genaue Handlungsanweisung in Vorbereitung der Narkosesanierung.
Am Tage der Behandlung wird ein schlafähnlicher Zustand erzeugt. Über einen Tubus ( Beatmungsgerät ) strömt ein Gasgemisch in die Lungen und sorgt für die Ausschaltung des Bewußtseins. Die Überwachung der Körperfunktion übernimmt ein Narkosearzt ( Anästhesist ).
Er nutzt moderne elektronische Geräte für seine Arbeit. Das zahnärztliche Behandlungsteam führt die Sanierung am völlig entspannten Patienten durch.
Nach Beendigung der Narkose ist eine Regenerationsphase erforderlich. Die Teilnahme am Straßenverkehr ist strikt verboten. Unter Begleitung eines Angehörigen kann der Patient noch am gleichen Tag die Praxis verlassen. Eine Überwachung unter stationären Bedingungen ( Krankenhaus ) ist bei Komplikationen zu empfehlen.
Die Einhaltung der Regeln zum Verhalten nach einer Narkosesanierung bestimmen wesentlich den Heilungsprozeß. Eine zahnärztliche Kontrolle am Tage nach dem Eingriff, ist selbstverständlich.
Durch diese Behandlungsmethode kann auch sehr ängstlichen Patienten zur Mundgesundheit verholfen werden.